Wichtiger Nährstofflieferant

Kaum ein anderes Nahrungsmittel enthält so viele für den Menschen notwendige Nährstoffe in einer derart reichhaltigen Menge wie Algen. Nicht umsonst ist die gesundheitsfördernde Wirkung in vielen Ländern bekannt. In China, Korea, Japan und auf den Philippinen, in küstennahen Regionen Afrikas, Europas und Südamerikas sind Algen seit Jahrhunderten ein beliebter und gesunder Bestandteil der täglichen Kost.
Hohe Gehalte an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und hochwertigen Proteinen zeichnen die Algen aus. Auf der anderen Seiten enthalten Algen kein Fett und kaum Kalorien.
Das in den Makroalgen enthaltene Alginat verleiht den Zellen hohe Biegsamkeit bei gleichzeitig höchster Reißfestigkeit. Die Alginate der Algen entsprechend der Zellulose der Landpflanzen. Einzigartig ist aber ihr starkes Quellvermögen in Wasser. Diese Fähigkeit nutzen viele Schlankheitsprodukte, bei denen durch das aufquellende geschmacksneutrale Alginat im Magen ein Gel entsteht, das den Hunger bekämpft.
Besonders populär sind die Süßwasser-Mikroalgen Spirulina, Chlorella und AFA.
Im Gegensatz zu den Meeresalgen sind die Süßwasseralgen kaum jodhaltig, sie eignen sich also speziell für Menschen mit einer Jodüberempfindlichkeit. Alle anderen wichtigen Nährstoffe enthalten die Mikroalgen aber mehr als genug: Kalzium für die Knochen, blutbildendes Eisen, nervenstärkendes Magnesium, für die Augen mehr
Beta Carotin als Karotten, B-Vitamine, vor allem B12, das sonst nicht in Pflanzen vorkommt, viele essentielle Aminosäuren, Chlorophyll zur Verbesserung der Zellatmung, Glutaminsäure für die Anregung der Gehirnarbeit, etc.
Algen siedeln in den unterschiedlichsten Lebensräumen: im Meer, in Seen und Teichen, im Boden, auf dem Boden, auf Bäumen, sogar in heißen Quellen. Über 25.000 verschiedene Arten gibt es. Algen können so klein sein, dass sie nur mit dem Mikroskop sichtbar sind, sogenannte Mikroalgen, andere sind uns wieder als langes, glitschiges, angeschwemmtes Zeug von den Urlaubsstränden bekannt. Diese bis zu 10m langen brauen Makroalgen erinnern in Gestalt und Farbe eher an Landpflanzen. Ob Braun-, Rot-, Grün-, Blau-, Goldalgen, Mikro oder Makro alle Algen sind zur Photosynthese befähigt, d. h. sie können mit Hilfe des Sonnenlichts selbst ihre Biomasse synthetisieren. Der kalifornische Riesentang wächst 20 cm am Tank.
Unsere Algen-Kapseln enthalten drei Mikroalgen. Alle drei sind Süßwasser-Arten:
- Spirulina
- Chlorella
- AFA-Alge
Der Name Mikroalge besagt bereits, das diese Algen mikroskopisch klein sind. Groß hingegen ist ihr Gehalt an unzähligen Nähstoffen, die die Pflanzen aus dem Wasser filtern oder selbst erzeugen.
Streng biologisch betrachtet gehört Spirulina eigentlich nicht zu den Algen, sondern zu den sogenannten Cyanobakterien, die sowohl Merkmale von Algen als auch Merkmale von Bakterien in sich vereinen. Schon die Azteken kannten die spiralförmige, blaugrüne Mikroalge Spirulina platensis, wie sie genau heißt, und nutzen sie für Ernährungszwecke. Die Spirulina-Alge zählt zu den carotinhaltigsten, nährstoffreichsten und konzentriertesten ganzheitlichen Nahrungsmitteln der Welt. Sie enthält alle vom Menschen nicht selbst herstellbaren, sogenannten essentiellen Aminosäuren und alle Vitamine der B-Gruppe. Sogar das Vitamin B12, auch Cyanocobalamin genannt, das sonst in pflanzlichen Lebensmitteln gar nicht vorkommt, enthält Spirulina ausreichend. Der Algen-Verzehr ist für konsequente Vegetarier daher die einzige Möglichkeit, sich überhaupt mit Vitamin B12 zu versorgen. Natürlicherweise kommt die Spirulina in einigen Seen Afrikas (Tschadsee, Turkanasee), in Mexiko (Texcocosee) und in subtropischen Salzseen vor. Wegen der starken Nachfrage bestehen heute spezielle Zuchtzentren mit Seen überall in der Welt, die den Bedarf an der wertvollen Nährstoffquelle sichern und auf die Einhaltung genauer Qualitätsnormen achten.
Auch die AFA-Alge ist ein Cyanobakterium. Es heißt streng wissenschaftlich Aphanizomenon flosaquae, weshalb man auch AFA sagt. Manche Marketing-Strategen haben eigene Begriffe geprägt, wie Blaugrüne Uralge oder Klamath-Alge. Im Klamath-See und einigen anderen Seen der USA wird diese Alge geerntet. Das vulkanische Gestein dieser Gegend im Bundesstaat Oregon gibt viele Mineralstoffe an das Wasser ab, die von den Algen kumuliert werden und so eine hohe Nährstoffedichte in den Algen-Zellen ergibt. Ähnlich wie in der Spirulina findet man in den AFA-Algen daher zahlreiche lebensnotwendige Aminosäuren, B-Vitamine (2-3 mal mehr Vitamin B12 als in Rinderleber), außerdem ß-Carotin und Chlorophyll. Das Aminosäure-Profil der Proteine ist den menschlichen Aminosäuren sehr ähnlich, daraus ergibt sich eine gute Bioverfügbarkeit von über 95% der Biomasse. Durch die hohe Lage des Sees produzieren die AFA-Algen zahlreiche Schutzsubstanzen gegen ultraviolettes Licht. Diese Schutzsubstanzen kommen uns direkt zu Gute, da sie auch die Zellen des Menschen schützen.
Chlorella ist eine echte Grünalge. Die grüne Farbe wird durch den hohen Chlorphyll-Gehalt geprägt. 50 % der Biomasse dieser Alge sind Proteine. Die Chlorella enthält ein Vielfaches an Vitamin C und Eisen wie Spirulina, dafür ist ihr Vitamin B12–Gehalt nicht so hoch. Auch die Chlorella-Alge wird in speziellen Zuchtseen geerntet, obwohl sie natürlicher Weise auch gut in ruhigfließenden Gewässern, Teichen und Seen, wo die Wasserqualität noch stimmt. Im Gegensatz zu den Spirulina- und AFA-Algen besitzt die Chlorella-Alge eine Zellwand aus Zellulose, die erst aufgelöst werden muss, um die Nähstoffe verfügbar zu machen. Die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe ist dadurch etwas herabgesetzt. Allerdings hat sich Chlorella besonders beim Entgiften, z. B. dem Ausschwemmen von Schwermetallen (Quecksilber aus Amalgam) einen Namen gemacht.