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Weihrauch

Hilft bei Rheuma, Entzündungen, Ödemen 
 
 
Manchmal glauben wir, erst seit wenigen Jahren wisse man um bestimmte Zusammenhänge zwischen Pflanzen und ihrer medizinischen Wirkung. Wer aber in alten Büchern nachschaut, stellt oft fest, dass diese Zusammenhänge schon Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende bekannt sind. So ist es auch mit dem Weihrauch. Dieser Baumharz ist schon in der Steinzeit als Kaugummi, Klebemittel für undichte Tongefäße oder als Räucherwerk eingesetzt worden und seit der Pharaonenzeit ist die heilende Wirkung des Weihrauch bekannt.

Der Weihrauchbaum gehört zur Familie der Balsambaumgewächsen (lat. Burseraceae). Insgesamt kennt man mehr als 600 tropische Arten, die wahrscheinlich bekannteste ist die Myrrhe. Der Weihrauchbaum wird einige Meter hoch und gedeiht nur in den trockenen Gebieten Afrikas, Arabiens und Indiens.

Der aus der Rinde austretende Balsam verhärtet sich an der Luft zu Harz. Dieses wird eingesammelt und ist praktisch unbegrenzt lagerfähig.

Zusätze von Weihrauch haben deshalb auch schon immer zum Konservieren von Lebensmitteln gedient.

Als Räucher- und Heilmittel war Weihrauch sehr begehrt und wurde über lange Strecken (Weihrauchstraße) transportiert. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann die systematische Erforschung der Inhaltsstoffe des Weihrauchs. Die wirksamen Bestandteile des Weihrauchs sind vor allem verschiedene Boswelliasäuren. Hauptwirkstoff ist die 11-Keto-ß-Boswelliasäure. Boswelliasäuren hemmen die Wirkung der Leukotriene. Da Leukotriene die Durchlässigkeit der Gefäße erhöhen, kommt es unmittelbar zu Schwellungen des Gewebes. Boswelliasäuren hemmen den Wasseraustritt in das umliegende Gewebe, sie wirken daher entzündungshemmend, Schwellungen gehen zurück, Gewebswasser wird ausgeschwemmt. 
 
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