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Uña de gato (Katzenkralle)

Stärkung des Immunsystems 
 
 
Die Katzenkralle oder Uncaria tomentosa ist eine in Südamerika vorkommende Lianenart (Klimmstrauch). Uncarien-Arten kommen in allen Tropen der Welt vor. In Südamerika sind zwei Arten bekannt. Ihr Verbreitungsgebiet ist der Regenwald Amazoniens vom nördlichen Bolivien über Peru bis Brasilien, Equador, Kolumbien und Venezuela.

Die Lianen erreichen manchmal einige 100 m Länge bei einem Durchmesser von 20 cm und mehr. In den Achseln der paarweise angeordnet Blätter befinden sich gekrümmte Halte- oder Kletterorgane. Diese sind scharfe, gekrümmte Dornen, die den Pflanzen den spanischen Namen "Uña de Gato" (dtsch. "Kralle des Katers" oder "Katzenkralle" oder engl. "Cat's Claw"). Ohne diese Kletterhilfen fände die Liane keinen Halt in den haushohen Urwaldriesen.

In der Blütezeit bilden die Pflanzen an Stelle der Dornen rispenförmig angeordnete Blütendolden, welche eine weißlich bis gelbliche oder auch orange Färbung mit zimtartigem Geruch haben.

Die interessanten Inhaltsstoffe der Katzenkralle sind Oxindolalkaloide (OA), von denen es verschiedene Formen mit unterschiedlichen Wirkungen gibt. Die pentazyklischen OAs stärken z. B. die Immunabwehr der Zellen, in dem sie auf die menschlichen T- und B-Lymphozyten einwirken.

Insbesondere zur Behandlung von Störungen des Immunsystems (Rheuma-Erkrankungen, virale und bakterielle Infektionen sowie Tumor- und allergische Erkrankungen) benutzen die indianischen Heiler ihre Mixturen. Die Anwendung für die Bereiche Magen, Darm, Blase und Niere erfolgt innerlich oder bei Wunden und äußere Verletzungen mit Umschlägen.

Als Teil einer mehr spirituellen Handlung haben viele Forscher die Behandlungserfolge lange Zeit nicht wahrhaben wollen. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Pflanze bei uns genauer untersucht. Klinische Prüfungen wurden in Europa, Peru, den USA und Japan durchgeführt. Danach konnten die Erkenntnisse aus Jahrhunderte langer Erfahrung bestätigt werden. Uña de gato verbessert die Immunabwehrleistung des Körpers, Infektionen sind seltener.

Die Pflanze verringert die Schmerzempfindlichkeit entzündeter Gelenke (siehe dazu auch: Glucosamin) und verbessert die Beweglichkeit.

Es bedarf weiterer Untersuchungen, um auch die in der traditionellen Anwendung gemachten positiven Beobachtungen bei Allergien, Asthma, Geschwüren und Krebs zu bestätigen.
 
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