Venenstauungen, Durchblutung der Beine

Obwohl es in Mitteleuropa wahrscheinlich keine Stadt und kein Dorf gibt, in der nicht einige schöne, über 100 Jahre alte Kastanienbäume stehen, war die Rosskastanie ursprünglich nicht in Mitteleuropa beheimatet. Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kam die Kastanie aus Nordgriechenland zu uns.
Beschreiben muss man den Baum, die Blätter und die Früchte nicht, weil sie jedes Kind kennt, denn die Samen, gewöhnlich Kastanien genannt, sind im Herbst ein beliebtes Sammel- und Bastelobjekt.
Schon bald nach der Einbürgerung der Kastanie vermutete man zahlreiche Heilwirkungen. Schon das Tragen von drei Kastanien in der Hosentasche soll im Mittelalter Zauber abgehalten und die Gesundheit gefördert haben. Davon übriggeblieben ist die venenstärkende und ödemvorbeugende Wirkung, die im 19. Jahrhundert erstmals einen französischen Arzt veranlasste, einen Extrakt aus den Samen zu verschreiben.
Zunächst waren es Beobachtungen aus der Volksheilkunde, die eine venenstärkende Wirkung vermuten ließen. Erst nach und nach haben Pharmazeuten immer mehr Einzelsubstanzen isoliert. Welche Stoffe im Einzelnen und in welchem Umfang an der Wirkung beteiligt sind, ist bis heute nicht geklärt. Genauso wie die Blätter des Roten Weinlaubs, die Wurzeln des Mäusedorns und das Steinkleekraut enthalten Kastanien nämlich eine Mischung aus verschiedenen ganz ähnlich wirkenden pflanzlichen Substanzen.
Vor allem sind dies Flavonoide. Die wichtigsten Vertreter sind neben dem Aescin, das Quercetin, das Rutin und das Hesperidin. Der Wirkungsmechanismus kann noch nicht beschrieben werden. Studien lassen aber vermuten, das die Stoffe direkt an der venösen Gefäßwand wirken.
Die Bewegungsarmut, die viele Berufe mit sich bringt, haben Venenleiden in den letzten Jahren zunehmen lassen. Auch in der Freizeit bevorzugen viele eine sitzende Tätigkeit. Blutstauung in den Beinen, erschlaffte Gefäßwände und angeschwollene Beine sind daher immer häufiger. Vor allem sportliche Betätigung, das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder venenstärkende Präparate können Abhilfe schaffen.
Heute werden allerdings nur noch sehr selten Hausmittel nach Omas alten Rezepten aus Blüten, Rinden, Blättern oder den Samen der Rosskastanie hergestellt. Man greift lieber auf die industriell gefertigten, qualitativ hochwertigen und genau dosierten Zubereitungen zurück, die als Homöopatika, Nahrungsergänzungsmittel oder Tees im Handel sind. Unsere Tabletten enthalten 275 mg Extrakt aus Rosskastaniensamen. Wir empfehlen 3 Tabletten täglich.
Venenprobleme
Fast jeder dritte Europäer leidet unter einer Schwäche der Venenwände. Krampfadern und eine Schwellung der Beine sind die Auswirkungen. Männer sind ca. dreimal häufiger betroffen als Frauen. Das Leiden tritt verstärkt auf bei mehreren Schwangerschaften, einer überwiegend stehenden oder sitzenden manchmal stundenlangen Tätigkeit ohne Bewegung.
Als Venen bezeichnet man die Gefäße, die das sauerstoffarme Blut vom Körper ins Herz zurückführen. Kleinste Blutgefäße (Kapillaren), die manchmal gerade nur so groß sind, das ein rotes Blutkörperchen hindurch passt (0,01 mm), vereinen sich zu immer größeren Gefäßen, um das verbrauchte Blut wieder zu sammeln und zum Herzen und zur Lunge zurückzuführen. In dem venöse Geflecht der Beine muss das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen hoch fließen. Der Druck durch die Herztätigkeit, der in der Aorta und in den anderen vom Herzen führenden großen Arterien noch bei 100 bis 180 mmHg lag, auf nun ungefähr 10 mmHg abgesunken ist, fließt das Blut sehr träge zum Herzen. Es leuchtet schnell ein, dass es dabei leicht zum Stau in den Beinen kommen kann.Venen Probleme.
Glücklicherweise gibt es aber in den Venen, anders als in den Arterien ein Klappensystem, das wie ein Rückschlag-Ventil funktioniert und den Blutfluss nur in Richtung Herzen zulässt. Genauso wichtig ist ein anderer Mechanismus, die sogenannte Muskel-Venen-Pumpe. Die in den Muskeln eingebetteten Venen werden bei jeder Kontraktion der Muskulatur zusammengepresst und denk der Klappen, fließt das Blut dann ein Stück in Richtung des Herzens. Hier sieht man wie wichtig Bewegung ist, denn nur bei Bewegung funktioniert die Muskel-Venen-Pumpe. Um das 40fach wird der Blutfluss durch eine aktive Muskelarbeit gesteigert.
Staut sich das Blut in den Venen, tritt Blutflüssigkeit durch die dünnen Venenwände und sammelt sich im umliegenden Gewebe. Es entstehen Schwellungen, vor allem in den Beinen. Ein anhaltender Stau dehnt die Venen weiter und verhindert sogar das richtige Schließen der Venenklappen. Der Blutstau verstärkt sich weiter. Die erweiterten, oft geschlängelt aussehenden Venen an der Hautoberfläche, bezeichnet man als Krampfadern. Sie bilden sich allein nicht mehr zurück, wenn sie einmal entstanden sind. Krampfadern können harmlos sein und dann allenfalls kosmetisch unschön aussehen, aber sie können sich auch entzünden.
Die Neigung zu Krampfadern kann vererbt werden. Wenn bei Menschen mit einer ererbten Venenschwäche dann auch noch weitere Risikofaktoren dazukommen, ist das Leiden unausweichlich, falls man nicht schon gleich bei den ersten Anzeichen Vorsichtsmaßnahmen ergreift. Die wesentlichen Risikofaktoren wurden bereits genannt: die Gene, weibliches Geschlecht, Schwangerschaften, Bewegungsmangel, stehende oder sitzende Berufstätigkeit, außerdem Übergewicht, Rauchen, Alter und Wärme. Die Gene, das Geschlecht und Schwangerschaften wird man nicht beeinflussen können oder wollen. Vorbeugen durch Bewegung, Verzicht aufs Rauchen und ein Normalgewicht an zu streben sind also die wichtigsten Maßnahmen.
Zusätzlich haben sich pflanzliche Präparate bewährt, die die Gefäßwände der Venen stabilisieren. Rosskastanien enthalten ein Gemisch aus pflanzlichen Wirkstoffen, vor allem Saponine und Flavonoide, die die Spannkraft der Venenwände stärken und die Gefäße besser abdichten. Dadurch wird der Teufelskreis durchbrochen, der Rückfluss des Bluts zum Herzen funktioniert besser, weniger Flüssigkeit tritt ins Gewebe über, Schwellungen und Beschwerden bleiben aus.