Hilft bei Prostatabeschwerden

80% aller Männer über 45 Jahre haben eine gutartige Prostata-Vergrößerung. Allerdings nur in den westlichen Ländern. Auch Prostata-Krebs ist in Nordamerika und Europa wesentlich häufiger. Da in Asien, aber auch rund ums Mittelmeer diese Erkrankungen seltener vorkommen, spricht vieles für eine ernährungsbedingte Erkrankung. Tatsächlich haben Vergleichs-Studien zwischen Bevölkerungskreisen mit unterschiedlichem Ernährungsverhalten gezeigt, das es eine Kost gibt, die für die Gesundheit der Prostata besonders förderlich ist.
Es sind also keine klimatischen oder genetischen Bedingungen oder Umwelteinflüsse, die ein Prostatawachstum beim älteren Mann auslösen, sondern es ist die Verhaltensweise, die jeder selbst bestimmen kann. Durch die Wahl der richtigen Lebensmittel werden dem Körper Stoffe zugeführt, die offensichtlich eine protektive Wirkung haben. Als gesund gilt eine ballaststoffreiche, pflanzliche Kost mit wenig tierischen Fetten. In einigen dieser Lebensmittel haben Forscher besonders viele dieser Schutzsubstanzen gefunden: Sägepalmenfrüchte, Kürbiskerne,
Soja, Opuntien (Feigenkaktusfrüchte), um die wichtigsten zu nennen.
Das Kauen von Kürbiskernen ist auf dem Balkan und in bestimmten asiatischen Ländern sehr verbreitet. Tatsächlich enthalten die Kürbissamen prostatawirksame Stoffe, die eine vorbeugende und verzögernde Wirkung haben. ß-Sitosterin, Sterole und Sterolglycoside sind wahrscheinlich die entscheidenden Inhaltsstoffe, da sie ein den Sexualhormonen ähnliches Grundgerüst besitzen.
Die gleiche Rolle, die die Kürbiskerne in den Balkanländern und im vorderen Orient spielen, spielen die Sonnenblumenkerne bei den Russen der südlichen Steppen, die Sojabohnen in Asien, die Sägepalmenfrüchte bei den nordamerikanischen Indianern und die Opuntien in Mittelamerika. Immer sind hormonähnliche Substanzen in den Lebensmitteln nachweisbar, die für die Gesundheit der Prostata eine große Bedeutung haben.
Die Früchte der
Sägepalme sind etwa so groß wie Oliven und besitzen eine dunkelrote bis braune Farbe. Wie alle Samen sind auch die Sägepalmenfrüchte sehr ölhaltig. Die in den Früchten enthaltenen Phytosterine sind die wirksamen Komponenten. Studien haben ergeben, das fast alle Symptome die mit einer vergrößerten Prostata einhergehen verbessert wurden. Die Restharnmenge, die nicht mehr entleert werden konnte, nahm deutlich ab. Die Zahl der nächtlichen Blasenentleerungen nahm von durchschnittlich 4 auf 1,5 ab. Die Früchte führen also zu einer deutlichen Besserung der Symptomatik.
Prostatabeschwerden
Was ist eigentlich die Prostata?
Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt. Sie ist ein etwa kastaniengroßes Organ, das die männliche Harnröhre ringförmig umfasst. Die Prostata sondert ein Sekret ab, das dem Samen bei der Ejakulation die erforderliche Beweglichkeit gibt. Nur dadurch können die Samenzellen zur Eizelle wandern und diese befruchten. Wenn sich das Prostatagewebe vergrößert, entsteht ein Druck auf die Harnröhre. Das Urinlassen wird erschwert.
BPH ist die Abkürzung für Benigne Prostata-Hyperblasie und beschreibt die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse. Ursache ist eine Hormonverschiebung im fortgeschrittenen Alter. Fast alle über 70jährigen Männer in Mitteleuropa sind betroffen. Hat das Gewebe einmal angefangen zu wuchern, ist die Verengung der Harnröhre nur noch mit chirurgischen Mitteln rückgängig zu machen. Es kommt daher darauf an, möglichst frühzeitig eventuelle Größenveränderungen der Prostata festzustellen und am besten mit Ernährungsmaßnahmen oder naturheilkundlichen Mitteln darauf einzuwirken. Dadurch kann das weitere Wachstum verzögert oder sogar gestoppt werden.
Welches sind nun die ersten Anzeichen einen vergrößerten Prostata?
- Mehrere Unterbrechung der nächtlichen Ruhe zum Wasserlassen.
- Verstärkter Harndrang am Tage
- Abgeschwächter Harnstrahl
- Harnfluss setzt erst nach einer kurzen Wartezeit ein oder muss durch Pressen in Gang gesetzt werden
Das Anfangsstadium ist völlig beschwerdefrei. Erst Jahre später kann die unbehandelte BPH zu einem chronisch gereizten Zustand mit sehr häufigem Harndrang führen. Die Blase kann dann nie vollständig entleert werden. Krankheitserreger können sich im zurückgehaltene Restharn leicht vermehren.
Das Wachstum des Prostatagewebes wird durch Sexualhormone gesteuert. Die Prostatazellen besitzen zahlreiche Rezeptoren, an die bestimmte Inhaltsstoffe von Früchten und Gemüsen angreifen, um das Wachstum der Vorsteherdrüse zu unterbinden. Diese Stoffe aus der pflanzlichen Ernährung werden u. a. als Phytoöstrogene bezeichnet. Sie sind mit den menschlichen Sexualhormonen verwandt und können daher ganz ähnlich wirken. Die nachlassende Eigenproduktion von Hormonen kann man daher durch eine sehr pflanzlich betonte Kost kompensiert werden. Besonders vorteilhaft sind Kürbissamen, Sägepalmenfrüchte, Soja-Produkte, Brennnesselblätter und Blütenpollen.
Die Ernährungsumstellung oder die Ergänzung der täglichen Kost mit z. B. Kürbissamen, die wie Nüsse oder Chips nebenher gegessen werden können, ist im Alter von etwa 40 Jahre sinnvoll. Vorbeugung ist natürlich die beste Methode, um eine BPH zu verhindern. Auch im Frühstadium oder bei leichten Verläufen sind pflanzliche Mittel sehr zu empfehlen. Man kann nach dem heutigen Stand der Wissenschaft aber nicht davon ausgehen, dass es durch Ernährungsmaßnahmen oder durch pflanzliche Arzneimittel zu einer Rückbildung der Gewebewucherungen kommt. Nur ein Stillstand des weiteren Wachstums ist möglich. Im fortgeschrittenen Stadium wird man nur noch operativ eingreifen können.