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Glucosamin

Stärkung der Gelenke 
 
 
In Italien haben Forscher der Universität von Pavia Knorpel-Proben von einer Placebo-Gruppe und von einer Gruppe untersucht, die ihre Nahrung regelmäßig mit zusätzlichem Glucosamin ergänzt haben. In der Placebo-Gruppe wurden typisch Merkmale einer Arthrose festgestellt, bei der Glucosamin-Gruppe fand man fast ausschließlich gesunden Knorpel. Insbesondere die Anwendung über einen sehr langen Zeit hat Vorteile gegenüber der konventionellen medikamentösen Therapie, weil Glucosamin äußerst verträglich ist. Allerdings ist eine Einnahme von Glucosamin über einige Monate erforderlich, bis sich der Knorpelbefund bessert. Meistens werden 1500 mg Glucosamin pro Tag empfohlen. Das entspricht zweimal 2 Tabletten am Tag.

Forschungsergebnisse aus den USA und Europa belegen, dass Glucosamin ein wichtiger Baustein unserer Gelenke (siehe dazu auch: Uña de gato) ist und dass die Zufuhr dieses Stoffes als Nahrungsergänzung bei einer degenerativen Arthritis wünschenswert wäre. Glucosamin bremst nämlich den Rückgang der Knorpelsubstanz und fördert den Aufbau von neuem Bindegewebe.

Glucosamin ist eine beim Menschen und Tieren vorkommende natürliche Substanz. Sie zählt zu den Aminozuckern. Der Glucosamin-Spiegel ist entscheidend für die Synthese des Knorpels. Von außen über die Nahrung zugeführtes Glucosamin hebt den Spiegel im Blut. Dies zeigen in den letzten Jahren durchgeführte Studien.

Dabei ist es egal, ob Glucosamin als Einzelsubstanz in Form eines Nahrungsergänzungs-mittels oder als glucosaminreiches Lebensmittel genommen wird. Viel Glucosamin ist vor allem in knorpel- und sehnenhaltigem Fleisch, also gerade in den Fleischarten, die heute als minderwertig gelten und weniger verzehrt werden. Besonders viel Glucosamin enthalten auch Muscheln. Hier insbesondere die Grünlipp-Muscheln aus Neuseeland, die auch speziell als Gelenknahrung angeboten werden.

Arthrose oder degenerative Arthritis ist die am häufigsten vorkommende Form der Arthritis. Vorwiegend ältere Menschen ab 50 Jahre sind betroffen. Als Ursache hat man einen fortschreitenden Abbau der im Knorpel vorhandenen Glucosaminglycane (GAGs) festgestellt. Mit zunehmenden Alter lässt aufgrund von Enzymdefekten auch die Eigensynthese des Körpers und der Einbau neuen Materials in den Knorpel nach. Der Knorpel wird nicht mehr so gut regeneriert.

Ohne ausreichend Glucosamin kann der Knorpel nicht mehr so viel Wasser speichern und das Abpuffern von Stößen ist beeinträchtigt. Weitere Risikofaktoren für Knorpeldefekte sind einseitige Ernährung, Übergewicht und Bewegungsarmut. 
 
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