
Ginseng ist in Asien seit Jahrtausenden das Sinnbild für Gesundheit und ein langes Leben. Die lateinische Bezeichnung für den echten koreanischen Ginseng lautet Panax ginseng C. A. Meyer. Panax leitet sich von Panakeia ab, der Tochter des Äskulap, dem griechischen Gott der Heilkunde. Meyer hieß der Botaniker, der die Pflanze wissenschaftlich beschrieben und eingeordnet hat.
Der Ginseng mit der umfangreichsten und am besten untersuchten Heilwirkung ist der sogenannte "echte koreanische Ginseng", der in Korea , im Nordosten Chinas und im östlichen Sibirien vorkommt. Meistens wird die Pflanze kultiviert, um eine immer gleichbleibend hohe Qualität der Inhaltsstoffe zu garantieren. Außerdem sind die Wildbestände sehr rar.
Anbau und Aufzucht des Koreanischen Ginseng ist äußerst langwierig und mühsam. Die Sämlinge dürfen nicht dem hellen Sonnenlicht ausgesetzt werden, da dies für die Stoffe in den Wurzeln schädlich wäre. Außerdem wächst die Pflanze äußerst langsam. Erst nach 7 Jahren ist die Qualität der Wurzeln optimal. Die Wurzeln entziehen dem Erdboden viele Nährstoffe, so dass der Boden nach ca. 10 – 12 Jahren als ausgelaugt gilt.
Die Inhaltsstoffe der Ginseng-Wurzel, dem Pflanzenteil, dem man die zahlreichen Wirkungen nachsagt, heißen Ginsenoside. Alle Pflanzen, die im weiteten Sinne unter der Bezeichnung "Ginseng" geführt werden, unterscheiden sich durch unterschiedliche Mengen und Arten der Ginsenoside. Bis heute hat man allein im Koreanischen Ginseng mehr als 30 verschiedene Ginsenoside feststellen können. Die Ginsenoside gehören zur Gruppe der Saponine, einer Klasse der
sekundären Pflanzenstoffe, deren vermehrte Aufnahme von vielen Wissenschaftlern gefordert wird, z. B. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Erforschung der sekundären Pflanzenstoffe steht noch am Anfang, aber es lassen sich jetzt schon Schutzwirkungen vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachweisen.
Außer den Ginsenosiden enthält Ginseng auch Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Calcium, Spurenelemente wie Germanium, Mangan, Eisen, Kupfer und Kobalt, die die Wurzel den mineralstoffreichen Böden entnimmt, ferner Vitamine, ätherische Öle und Aminosäuren.
Ginseng verbessert die Fähigkeit des Körpers, sich negativen Einflüssen anzupassen (sich besser zu adaptieren) umso die Widerstandkraft und Überlebensfähigkeit besser organisieren zu können. Ginseng wird daher als Adaptogen bezeichnet. In unseren Breiten wird Ginseng vor allem gern genommen, weil er die Widerstandskräfte mobilisieren kann und ein langes Leben bei guter Gesundheit ermöglichen soll.
Die Kapseln enthalten einen Extrakt aus den Wurzeln des besonders wertvollen echten koreanischen Ginseng. Ginseng entfaltet wie fast alle pflanzlichen Produkte seine Wirkung schrittweise, da sich der Körper nicht unmittelbar nach der Einnahme, sondern erst langsam umstimmt.
Aufgrund der wissenschaftlichen Daten werden pro Tag 1-2 Gramm getrocknete Ginseng-Wurzel empfohlen, von speziellen Extrakten, die mit den Wirkstoffen angereichert sind, genügen einige 100 mg täglich.
In vielen asiatischen Ländern wird frischer Ginseng auch den Speisen beigegeben. Geraspelte oder getrocknete Wurzeln findet man in der Hühnersuppen oder Getränken.