
Der Ginkgo-Baum wird oft als lebendes Fossil bezeichnet. Er fasziniert Dichter (Goethe) und Wissenschaftler gleichermaßen. Versteinerungen aus frühen Urzeiten deuten darauf hin, dass sich der Ginkgo seit Millionen von Jahren nicht verändert hat. In der Evolution beweist dies, dass der Baum schon früh einen hohen Grad der Angepasstheit und Perfektion erreicht hat. Tatsächlich gibt es keinen Baum, der Schädlinge, Feuersbrünste, Eiszeiten aber auch stärkste radioaktive Strahlungen, wie sie nur nach Atombombenexplosionen auftreten, überleben kann. In Hiroshima waren die Ginkgo-Bäume die ersten Pflanzen, in denen sich nach dem Bomben-Abwurf wieder Leben regte.
Bereits früh erkannten die Menschen in China die vielseitigen Heilwirkungen des Baums. So wurde ein Brei aus Blättern gekocht und auf verletzte und mangeldurchblutete Organe und Glieder gelegt, um die Durchblutung wieder in Gang zu bringen. Diese Heilkraft und durchblutungsfördernde Wirkung der Blätter wird noch heute genutzt. Man kennt inzwischen die zahlreichen Wirkstoffe der Ginkgo-Blätter sehr genau: Es sind Flavonoide (z. B. das Kämpherol, Quercetin und Biflavone), Terpenoide (z. B. das Bilobalid und die Ginkgolide A, B, C und J), ferner diverse Kohlenwasserstoffe. Bilobalid vermag die Cholinfreisetzung zu hemmen und trägt damit zum Erhalt der Membranen in den Zellen bei.
Personen, die über einige Monate spezielle Ginkgo-Extrakte bekamen, konnten Bewegungsabläufe wieder besser koordinieren. Die Feinmotorik wurde verbessert und eine Vielzahl einzelner mentaler Fähigkeiten kehrte zurück.
Damit gehören Ginkgo-Extrakte zu den Naturheilschätzen, die nicht nur Abbauprozesse stoppen und abmildern können, sondern offensichtlich auch dazu beitragen alte, schon verloren geglaubte Fähigkeiten wieder zurückzugewinnen.
Durchblutungsstörungen kommen sehr häufig vor. So klagen viele ältere Menschen über Schwindelgefühle, Ohrgeräusche, Hörsturz (Tinnitus) oder Kopfschmerzen (siehe
Mutterkraut). Auch Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen oder zunehmende Orientierungslosigkeit können auf ein schlecht durchblutetes Gehirn hindeuten. Andere verspüren die Durchblutungsstörung durch ein Kribbeln in den Fingern oder Zehen. Claudicato intermittens ist der Fachausdruck für die sogenannte Schaufensterkrankheit.
Menschen, die aufgrund von Durchblutungsstörungen Schmerzen in den Beinen haben und beim Gehen häufig Pausen einlegen müssen, bleiben nämlich gehäuft vor Schaufenstern stehen, damit ihre Mitmenschen das Leiden nicht bemerken.