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Echinacea (Sonnenhut)

Stärkung der Abwehrkräfte 
 
 
Echinacea, auf deutsch Sonnenhut, gehört wohl zu den bekanntesten Pflanzen, die das Abwehrsystem des Menschen stärken kann. Die bis zu 1 m hohe Pflanze gehört zu den Korbblütengewächsen und sie blüht den ganzen Sommer über. Die Blüte selbst besteht aus ca. 15 purpurroten leuchtenden Strahlenblüten, die um einen kegelförmigen, stacheligen Blütenboden angeordnet sind. Daher rührt auch der Name ("echinos" griechisch Igel).

Die Wirkung des Sonnenhuts war schon den Indianern Nordamerikas bekannt. Extrakte aus Sonnenhut steigern die Abwehrkräfte und stärken das Immunsystem (siehe auch Algen). Der Wirkstoff des Sonnenhuts ist das Echinazin, das sich als ausgezeichnetes Immunstimulans erwiesen hat.
Es ist in allen Pflanzenteilen enthalten, in der Wurzel genauso wie im Kraut und den Blütenblättern. Beim Menschen wird durch die Inhaltsstoffe des Sonnenhuts die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht. Aufgabe der weißen Blutkörperchen ist es, eingedrungene Krankheitserreger zu vernichten. Zu den weißen Blutkörperchen zählen verschiedene Gruppen von Zellen, z. B. B-Zellen, T-Zellen, T-Helferzellen, natürliche Killer- und Fresszellen. Sie alle übernehmen verschiedene Aufgaben bei der Immunabwehr und werden durch die Inhaltsstoffe des Sonnenhuts und durch natürliche Aktivatoren aus unserer Nahrung stimuliert.

Unter dem Einfluss des Sonnenhuts vermehren sich die gefräßigen Granulozyten besonders schnell. Sie gehören wie die Makrophagen zu den sogenannten Fresszellen, die in der Lage sind, Krankheitserreger zu umschließen, in sich aufzunehmen und schließlich unschädlich zu machen.

Die Echinacea eignet sich wegen ihres Wirkspektrums hervorragend zur Vorbeugung und Bekämpfung von Schnupfen und Erkältungen im Hals-, Nasen- und Rachenbereich.

Obwohl der Sonnenhut in vielen Gärten wächst und dort als Zierpflanze gern gesehen wird, ist es nicht sinnvoll, die Blüten oder das Kraut zu trockenen, in der Hoffnung daraus einen wirkungsvollen Tee zubereiten zu können. Zu viel des Wirkstoffgehalts geht beim Trocknen verloren und meistens ist die heimische Sorte nicht so reich an Wirkstoffen, wie die speziell zur industriellen Nutzung gezüchteten Pflanzen.

Auch Vitamin C unterstützt die Abwehrfunktion. Die Fresszellen und die Lymphozyten werden auf Trab gebracht. Nicht nur ihre Anzahl steigt, sondern auch ihre Aktivität nimmt mit steigender Vitamin C-Zufuhr zu.
 
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